Naturschutz an der Erft in Grevenbroich
Kanusport ist Natursport! Kanusportler sind daher besonders am Erhalt und dem Schutz der Natur und der herrlichen Landschaftsbilder an unseren Flüssen und Seen interessiert. Kanuten sind der Natur gegenüber auch zu besonderer Rücksichtnahme und Schonung verpflichtet. Wir alle sind aufgerufen, alles dafür zu tun, dass vom Kanusport eine möglichst geringe Beeinträchtigung der Natur ausgeht.
Rettet den Eisvogel !!!
An den Ufern der Erft haben sich in den letzten Jahren wieder eine ganze Reihe von Eisvögel angesiedelt. Auch an dem Flußabschnitt der Mühlenerft in Grevenbroich Stadtmitte, am linken Erftarm unterhalb vom Mühlenkolk der Kamper's Mühle bis zur Alten Feuerwache nisten erfreulicherweise wieder mehrere Eisvogelpaare an beiden Flussseiten.
Der selten gewordene Eisvogel gräbt Erd-Bruthöhlen in steil abgebrochenen lehmigen oder sandigen Uferabbrüchen in ca. 1 bis 1,5 m Höhe, gerade so hoch, dass keine Ratte, oder andere Räuber und kein Hochwasser hingelangen können. Während der Brutzeit von ca. März bis September brütet der Eisvogel 1 - 3 Mal. Nachhaltige Störungen führen zu Fluchtverhalten der Eisvögel, zur Aufgabe der Brutstätte und zum Verlassen der Gelege. Störungen während der Brutzeit sollen vermieden werden. Untersuchungen zur Störökologie haben ergeben, dass der Hauptstörfaktor der Mensch oder frei laufende Hunde sind. Aber auch von der Wasserseite aus können Störungen erfolgen
Informationen und Fotos vom Eisvogel hier.
Der Kanu-Club Grevenbroich ruft daher alle Kanusportler auf:
- In der Brutzeit von März bis September soll das Paddeln auf dem
Abschnitt der Mühlenerft, am linken Erftarm unterhalb dem Kolk der Mühle
Kamper bis Höhe Alte Feuerwache möglichst ganz unterbleiben oder auf ein
Mindestmaß reduziert werden.
- Im gesamten Jahr soll dieses Teilstück besonders rücksichtsvoll und
ruhig, möglichst in der Flussmitte, gleichmäßig und zügig durchpaddelt
werden. Heftige Bewegungen, hektisches Paddeln und Lärm sind zu vermeiden.
- Nach der Einstiegstelle am oberen Rand des Mühlenkolk und dem Ende der Mühleninsel dürfen die Ufer an beiden Flussarmen nicht betreten werden.
Auf allen Gewässern sollen seichte Gewässerstellen, insbesondere solche mit Wasserpflanzen gemieden werden (Laichgebiete und Schutz der Wasserpflanzen). Uferbeschädigungen sind grundsätzlich zu vermeiden. Genießt die Stille und Einsamkeit! Stört nicht andere Leute, die wie Ihr Ruhe suchen! Vermeidet Lärm und lautes Rufen! Haltet möglichst großen Abstand von Nestern, Nachwuchs führenden Wasservögeln und Anglern und fahrt weiträumig und zügig vorbei! Haltet mehrere Boote möglichst eng zusammen, um Störungen möglichst kurz zu halten!
Helft mit, die Lebensmöglichkeiten der Tier- und Pflanzenwelt in Gewässern und Feuchtgebieten zu bewahren und zu fördern! Durch die allgemeine Umweltverschmutzung und zerstörenden Wasserbau sind schon zu viele Lebewesen in ihrem Bestand gefährdet.
Beachtet die 10 Goldenen Regeln für das Verhalten von Wassersportlern in der Natur !
Mehr Informationen zu Natur und paddeln hier.
Die Erft - ein tropischer Fluss?
Über die Wassergüte der Erft.
